1992 wurde das Trio Cantraiano gegründet, dessen Mitglieder es sich zur Aufgabe gemacht haben, Kompositionen aus allen Stilepochen zur Aufführung zu bringen, in denen die Kombination von Stimme, Flöte und Tasteninstrument zur Umsetzung musikalischer Inhalte eingesetzt wird. Die manchmal fast verwirrende klangliche Nähe vor allem von Sopran und Flöte hat Komponisten inspiriert, über diese äußerst sensible Klangbalance den textlichen Gehalt auszudeuten und ihm eine weitere Dimension hinzuzufügen.

Darüber hinaus gestaltet das Trio Cantraiano thematisch konzipierte Konzertprogramme, in denen Musik aus dem 20. Jahrhundert einen Schwerpunkt darstellt. So entstanden Programme wie „So wie der Rauch des Fujiyama...“ – Vertonungen japanischer Literatur-Kleinform, dem Haiku (2000) und „Es war die Nachtigall und nicht die Lerche...“ mit vertonter Liebeslyrik (2003), die auch auf Tonträgern vorliegen. Eingespielt sind hier auch Werke, die für das Trio komponiert und von ihm uraufgeführt wurden.